Drax Group plc
Die Drax Group ist ein vom Kapitalmarkt eher missverstandenes Unternehmen im europäischen Energiesektor. Während der Markt vor allem Risiken sieht, liefert das Unternehmen Rekord-Cashflows, baut Schulden ab und kauft aggressiv eigene Aktien zurück.
Zusammenfassung
Die Drax Group plc präsentiert sich zum Ende des Geschäftsjahres 2025 als ein fundamental transformiertes Energieunternehmen, das den kritischen Übergang von einem fossilen Versorger zu einem zentralen Pfeiler der britischen und zunehmend globalen Infrastruktur für erneuerbare Energien und Kohlenstoffentfernung (Carbon Dioxide Removal, CDR) vollzogen hat. Diese umfassende Analyse bewertet das Unternehmen anhand eines detaillierten 13-Punkte-Rahmens und integriert jüngste Entwicklungen, insbesondere die strategische Einigung über den "Low Carbon Dispatchable Contract for Difference" (CfD) sowie die operative Expansion in Nordamerika.
Im Kern steht die Beobachtung, dass der Markt die Drax Group weiterhin primär als traditionellen Stromerzeuger bewertet, während sich das Unternehmen faktisch zu einem Technologie- und Logistikkonzern für negative Emissionen entwickelt. Mit einem bereinigten EBITDA von £1.064 Millionen im Geschäftsjahr 2024 1 und einer Prognose am oberen Ende der Erwartungen für 2025 (£902 Millionen Konsensus) 3 demonstriert Drax eine bemerkenswerte finanzielle Robustheit. Die Bilanz wurde durch aggressive Entschuldung auf ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von 0,9x gestärkt 4, was weit unter dem langfristigen Zielkorridor liegt und signifikanten Spielraum für Kapitalrückführungen und Wachstumsinvestitionen schafft.
Die folgende Analyse zerlegt das Geschäftsmodell in seine Einzelteile, untersucht die Qualität der Einnahmequellen bis in die 2030er Jahre und bewertet die Risiken einer Investition in einem politisch hochsensitiven Sektor.
Anlegerlogbuch-Checkliste: 8/10
❌️ Dominanter Aktionär
Streubesitz dominiert. Größte Aktionäre: Vanguard (ca. 6%), Invesco (ca. 5,7%), BlackRock (ca. 5%). Keine "Skin in the Game"-Kontrolle durch Gründer.
✅️ EBIT-Marge > 10%
FY24: Op. Profit £800m bei £6,1 Mrd. Umsatz = 13%.
H1 25: Op. Profit £301m - ca. 11% (H1 25). Trotz sinkender Strompreise bleibt die Marge knapp zweistellig.
✅️ ROE > 12,5%
25,2% (FY24) / ca. 21% (H1 25)
Eigenkapital £2,08 Milliarden Gewinn (annualisiert) ca. £440-525m.
Exzellente Kapitalverzinsung.
✅️ EPS-Wachstum > 6%
CAGR > 20% (5J)
Turnaround vom Verlust 2020 (-39p) zu massiven Gewinnen 2023/24 (>120p). Langfristtrend positiv, aber Normalisierung erwartet.
✅️ Net Debt / EBITDA < 1,5
H1 2025 Nettoverschuldung £1.062m bei LTM EBITDA ~£1.000m = 1,1x. FY24 lag bei 0,9x.
✅️ Beta < 1
Mit 0,70 ein defensiver Versorger. Geringe Korrelation zum Gesamtmarkt.
❌️ EPS-Dynamik
Flat / Leicht fallend
H1 25 Adj. EPS (65,6p) exakt gleich wie H1 24 (65,6p). Consensus 2025 sieht EBITDA leicht unter 2024 (£899m vs £1064m). Keine positive Dynamik.
✅️ Kapitalallokation
Sehr aktionärsfreundlich. £300m Aktienrückkauf abgeschlossen + £450m Erweiterung angekündigt. Dividende um 11,5% erhöht.
✅️ Burggraben
"Narrow Moat" - Größter Produzent erneuerbarer Energie in UK (5% Marktanteil). Kritische Infrastruktur, aber abhängig von Regulierung/Subventionen (CfD-Verhandlungen).
✅️ Attraktive Bewertung
KGV bei ca. 6,6 und EV/EBITDA bei 4 ist eine seeeehr günstige Bewertung. Markt preist regulatorische Unsicherheit (Post-2027) ein. P/B ca. 1,6.
1. Produkte und Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell der Drax Group ist vertikal integriert und gliedert sich in operative Segmente, die synergetisch ineinandergreifen, um Wert entlang der gesamten Lieferkette der Biomasse zu schöpfen – von der forstwirtschaftlichen Reststoffverwertung bis zur Bereitstellung von Systemdienstleistungen für das nationale Stromnetz.
1.1 Pellet Production: Das Fundament der Lieferkette
Das Segment Pellet Production bildet das strategische Rückgrat des Konzerns. Es sichert nicht nur die Brennstoffversorgung der eigenen Kraftwerke ab, sondern fungiert zunehmend als eigenständiges Profit-Center im globalen Markt.
Operative Struktur und Kapazität: Drax betreibt ein Netzwerk von 17 Pelletieranlagen in Nordamerika, mit Schwerpunkten im Südosten der USA (Alabama, Louisiana) und im Westen Kanadas (British Columbia).5 Die installierte Produktionskapazität beläuft sich auf ca. 5 Millionen Tonnen (Mt) pro Jahr.1 Im Jahr 2024 wurde die Produktion auf 4,0 Mt gesteigert (2023: 3,8 Mt), wobei das Versandvolumen 5,1 Mt erreichte.4 Diese Diskrepanz zwischen Produktion und Versand wird durch den Handel mit Drittmengen ausgeglichen, was Drax zusätzliche Arbitrage-Möglichkeiten im globalen Biomassemarkt eröffnet.
Strategische Entwicklung: Ein wesentlicher Meilenstein war die Inbetriebnahme der Erweiterung am Standort Aliceville (Alabama) im ersten Halbjahr 2024, die 130.000 Tonnen (kt) zusätzliche Kapazität lieferte.4 Parallel dazu treibt Drax die Entwicklung einer neuen Anlage in Longview (Washington State) voran, die eine Kapazität von 450kt anstrebt und den Zugang zu asiatischen Märkten über den Pazifik erleichtern soll.6
Absatzmärkte: Rund 60% der produzierten Pellets werden intern an die Drax Power Station geliefert ("Own-Use"), was als natürlicher Hedge gegen Preisschwankungen am globalen Fasermarkt dient. Die verbleibenden 40% werden an Dritte in Europa und Asien verkauft, insbesondere nach Japan, wo die Nachfrage nach Biomasse zur Ko-Feuerung in Kohlekraftwerken steigt.4
1.2 Biomass Generation: Systemrelevante Grundlast
Das Herzstück der Erzeugungskapazität ist die Drax Power Station in Selby, North Yorkshire. Die Anlage hat eine Metamorphose vom größten Kohlekraftwerk Westeuropas zum größten Einzelstandort für erneuerbare Energien im Vereinigten Königreich vollzogen.
Technische Spezifikationen: Das Kraftwerk verfügt über vier Biomasse-Blöcke (Units 1-4) mit einer Gesamtkapazität von ca. 2,6 GW.7 Diese Einheiten unterscheiden sich fundamental von intermittierenden erneuerbaren Quellen wie Wind und Solar, da sie "dispatchable" (steuerbar) sind. Sie liefern Trägheit (Inertia) und Blindleistung, die für die Frequenzstabilität des Netzes unerlässlich sind.8
Marktrolle und Output: Im Jahr 2024 generierte die Anlage 14,6 TWh Strom, ein Anstieg von 27% gegenüber 2023.9 Dieser Anstieg war direkt auf Phasen niedriger Windkrafterzeugung ("Dunkelflauten") zurückzuführen, in denen Drax einspringen musste. In Spitzenzeiten deckt Drax bis zu 11% der britischen erneuerbaren Stromversorgung ab.10 Dies unterstreicht die Rolle der Anlage als Versicherungspolice für die Versorgungssicherheit des Vereinigten Königreichs.
1.3 Flexible Generation & Energy Solutions
Dieses Segment umfasst flexible Assets jenseits der Biomasse sowie das Endkundengeschäft.
Pumped Storage & Hydro: Drax besitzt das Pumpspeicherkraftwerk Cruachan in Schottland ("Hollow Mountain") sowie die Lanark und Galloway Hydro-Schemes. Cruachan (440 MW) fungiert als riesige Batterie, die überschüssigen Strom speichert und bei Bedarf innerhalb von Sekunden ins Netz einspeist. Diese Assets erbringen essentielle Systemdienstleistungen wie Schwarzstartfähigkeit.11
Open Cycle Gas Turbines (OCGTs): Zur weiteren Diversifizierung entwickelt Drax drei OCGT-Anlagen in England und Wales mit einer Gesamtkapazität von ca. 900 MW. Diese Anlagen sind darauf ausgelegt, im Kapazitätsmarkt zu operieren und nur in Zeiten extremen Netzstresses zu laufen.12
Energy Solutions (Kunden): Das Kundengeschäft durchlief 2024/2025 eine radikale Restrukturierung. Drax veräußerte den Großteil des KMU-Geschäfts (Small & Medium Enterprise) der Marke Opus Energy an EDF, um sich vollständig auf das Segment Industrial & Commercial (I&C) zu konzentrieren.13 Dieser strategische Rückzug aus dem volatilen KMU-Markt, der hohe Risiken für Forderungsausfälle (Bad Debt) barg, schärft das Profil hin zu stabilen Margen und dem Verkauf von 100% erneuerbarem Strom sowie EV-Dienstleistungen an Großkunden.14
1.4 Carbon Removals (Elimini)
Mit der Gründung der Tochtergesellschaft Elimini hat Drax seine Ambitionen im Bereich Bioenergy with Carbon Capture and Storage (BECCS) institutionalisiert. Elimini agiert operativ getrennt und zielt darauf ab, globale Märkte für Kohlenstoffentfernung zu erschließen, indem es die Technologiekompetenz von Drax exportiert und Projekte in den USA entwickelt.15
2. Einnahmenanalyse (Revenues)
Die Umsatzstruktur der Drax Group (£6.163 Mio. in 2024 5) ist durch eine hohe Komplexität gekennzeichnet, die aus der Mischung verschiedener regulatorischer Unterstützungsmechanismen resultiert. Die Analyse zeigt jedoch einen klaren Pfad zu erhöhter Vorhersehbarkeit bis in die 2030er Jahre.
2.1 Regulatorische Mechanismen im Wandel
Drax operiert derzeit unter einem hybriden Modell, das sich ab 2027 konsolidieren wird:
- Renewables Obligation (RO): Bis zum 31. März 2027 erhalten die Biomasse-Blöcke 2 und 3 sowie Teile der Wasserkraftwerke Einnahmen durch ROCs (Renewable Obligation Certificates). Diese Zertifikate werden zusätzlich zum Marktpreis des Stroms erlöst und stellen eine signifikante, inflationsindexierte Einnahmequelle dar.8
- Contract for Difference (CfD): Der Block 1 operierte bis 2022 unter einem CfD.
- Capacity Market: Die OCGTs und Cruachan erhalten Zahlungen für die reine Bereitstellung von Kapazität, unabhängig von der Erzeugung. Diese Verträge laufen oft über 15 Jahre (für neue Anlagen) und bieten eine langfristige Einnahmenbasis.12
2.2 Der "Low Carbon Dispatchable CfD" (2027-2031)
Der entscheidende Wendepunkt für die Investitionsstory ist die Einigung mit der britischen Regierung (LCCC) im November 2025 über einen Übergangsmechanismus nach dem Auslaufen der ROCs.
Implikationen: Dieser Vertrag eliminiert das lange gefürchtete "Revenue Cliff" im Jahr 2027. Er sichert Drax einen garantierten Preis für 6 TWh seiner Produktion. Wichtig ist, dass Drax Volumina oberhalb dieses Collars weiterhin am Merchant-Markt verkaufen kann, was ein asymmetrisches Risikoprofil schafft: Schutz nach unten, Partizipation nach oben (in Zeiten hoher Preise).17
2.3 Forward Hedging & Verkaufspositionen
Drax verfolgt eine konservative Hedging-Strategie, um Cashflows gegen die Volatilität der Großhandelspreise abzusichern. Zum Stand Dezember 2025 präsentiert sich das "Hedge Book" wie folgt 18:
- 2025: Die RO-Erzeugung ist vollständig abgesichert (10,7 TWh) zu einem Durchschnittspreis von £117,1/MWh.
- 2026: Eine hohe Absicherung von 10,9 TWh zu einem Durchschnittspreis von £76,7/MWh.
- 2027: Bereits 2,2 TWh sind zu £79,4/MWh verkauft.
Der Rückgang des Durchschnittspreises von 2025 auf 2026 (£117 auf £76) spiegelt die Normalisierung der europäischen Energiemärkte nach der Krise wider. Dennoch liegen diese Preise deutlich über den historischen Durchschnittswerten vor 2021, was die strukturell höheren Energiekosten im System widerspiegelt.
2.4 Einnahmen aus dem Pellet-Segment
Drax strebt für das Pellet-Geschäft ein wiederkehrendes EBITDA von über £250 Mio. nach 2027 an.11 Ein wachsender Einnahmestrom wird aus dem Markt für Sustainable Aviation Fuel (SAF) erwartet. Eine Absichtserklärung (Heads of Terms) mit Pathway Energy sieht die Lieferung von 1 Mt Biomasse pro Jahr ab 2029 für die SAF-Produktion in Texas vor.4 Dies würde einen neuen, hochwertigen Absatzmarkt jenseits der Stromerzeugung erschließen.
3. Qualität der Vermögenswerte (Quality)
Die Qualität der Assets von Drax definiert sich nicht nur durch ihren technischen Zustand, sondern primär durch ihre strategische Unverzichtbarkeit ("Irreplaceability") im britischen Netz.
3.1 Dispatchability als Qualitätsmerkmal
In einem Netz, das zunehmend von volatiler Windkraft dominiert wird, steigt der Wert von "Dispatchable Power" (steuerbarer Leistung). Die Daten aus H1 2025 belegen dies eindrucksvoll: Als niedrige Windgeschwindigkeiten die Erneuerbaren-Produktion dämpften, musste Drax einspringen.10 Die Fähigkeit, unabhängig vom Wetter zu produzieren, verleiht den Assets von Drax eine Qualität, die reinen Wind- oder Solarparks fehlt. Dies gilt insbesondere für das Pumpspeicherkraftwerk Cruachan, dessen geologische Eigenschaften (Höhenunterschied, Kaverne) praktisch nicht replizierbar sind.
3.2 Nachhaltigkeit und Regulatorische Integrität
Die Qualität der verwendeten Biomasse war Gegenstand intensiver Prüfung.
Ofgem-Untersuchung (2024/2025): Die britische Regulierungsbehörde Ofgem untersuchte die Datenberichterstattung (Profiling Data) von Drax für die Compliance-Periode 2021/2022.
- Ergebnis: Die Untersuchung endete damit, dass Drax £25 Mio. in einen freiwilligen Fonds zahlte.19
- Bedeutung: Ofgem bestätigte, dass die Fehler "technischer Natur" waren und keine Beweise dafür vorlagen, dass ROCs (Subventionen) zu Unrecht ausgestellt wurden.20 Zwar akzeptierte Drax Mängel in der Governance, doch das "Clean Bill of Health" bezüglich der Subventionsberechtigung ist entscheidend für die langfristige Investitionsthese. Es beseitigt das Risiko einer rückwirkenden Rückforderung von Milliardenbeträgen.
3.3 Forderungsqualität im Kundengeschäft
Durch den Verkauf des KMU-Portfolios an EDF hat sich die Qualität der Forderungen im Energy Solutions Segment massiv verbessert. Industriekunden (I&C) haben typischerweise eine höhere Bonität. Dies spiegelt sich in der Reduzierung der Rückstellungen für uneinbringliche Forderungen wider, die bereits 2023 auf 1,0% der Einnahmen sanken.14 Der Exit aus dem Gasgeschäft reduziert zudem das Risiko volatiler Rohstoffpreise in den Kundenverträgen.14
4. Kostenstruktur (Costs)
Die Kostenbasis von Drax unterliegt globalen Einflüssen, insbesondere in der Pellet-Lieferkette und bei regulatorischen Abgaben.
4.1 Biomasse-Lieferkette
Die "All-in Contracted Cost" für Biomasse zur Verstromung lag 2023 bei über £100/MWh.21 Diese Kosten setzen sich zusammen aus:
- Faserkosten: Einkauf von Holzresten in USD/CAD.
- Verarbeitung: Energiekosten in den Pelletwerken.
- Logistik: Schienentransport in den USA, Seefracht nach UK, Schienentransport in UK.
Drax hat es geschafft, die Effizienz in der Pelletproduktion zu steigern. Das EBITDA pro produzierter Tonne stieg von £23 (2023) auf £36 (2024).22 Dies deutet darauf hin, dass Skaleneffekte (wie die Aliceville-Erweiterung) und Prozessoptimierungen die inflationären Drücke überkompensieren konnten.
4.2 Electricity Generator Levy (EGL)
Eine wesentliche Belastung der Kostenstruktur war die Einführung der EGL ("Windfall Tax") durch die britische Regierung.
- Belastung: Im Jahr 2024 betrug die Steuerlast £161 Mio. (2023: £205 Mio.).2
- Ausblick: Diese Steuer läuft am 31. März 2028 aus.2 Das Wegfallen dieser Sondersteuer stellt einen automatischen Katalysator für eine Margenexpansion im Jahr 2028 dar, vorausgesetzt, die realisierten Strompreise bleiben über dem steuerfreien Sockelbetrag (£75/MWh).
4.3 Währungsrisiko
Da ein Großteil der Kosten in Fremdwährung (USD, CAD) anfällt, die Einnahmen aber in GBP generiert werden, ist das Währungsrisiko immens. Drax nutzt umfangreiche FX-Forwards, um dieses Risiko bis 2029 zu mitigieren.10 Die Kosten für diese Absicherung sind Teil der operativen Aufwendungen.
5. Kapitalstruktur und Bilanz (Capital)
Drax hat in den letzten 24 Monaten eine aggressive Bilanzsanierung betrieben, die das Unternehmen in eine Position der Stärke versetzt hat.
5.1 Verschuldung und Leverage
Zum 31. Dezember 2024 präsentierte Drax folgende Kennzahlen:
- Nettoverschuldung: £992 Mio. (Rückgang von £1.220 Mio. in 2023).23
- Leverage Ratio: Das Verhältnis von Net Debt zu Adjusted EBITDA verbesserte sich signifikant auf 0,9x (von 1,2x in 2023).24
Dies ist ein bemerkenswert niedriger Wert für einen kapitalintensiven Infrastrukturkonzern. Das selbstgesteckte Ziel liegt bei ca. 2,0x, was bedeutet, dass Drax über eine "ungenausgeschöpfte Bilanzkapazität" verfügt, die für M&A oder weitere Aktienrückkäufe genutzt werden könnte.
5.2 Fälligkeitenprofil (Debt Maturity Profile)
Das Management hat das Fälligkeitenprofil der Schulden proaktiv geglättet und verlängert, um Refinanzierungsrisiken in der aktuellen Hochzinsphase zu minimieren.
Wichtige Refinanzierungsmaßnahmen 2024/2025 4:
- Aufnahme neuer Term-Loans (£442 Mio.) mit Laufzeiten von 2027-2029.
- Emission einer €350 Mio. Anleihe mit Fälligkeit 2029.
- Vorzeitige Rückzahlung der $500 Mio. USD-Anleihe (fällig 2025) und Teile der Euro-Bonds.
- Rückzahlung der £120 Mio. Collateral Facility im Juli 2024.
Ergebnis: Es bestehen keine signifikanten Fälligkeiten mehr in den Jahren 2025 und 2026. Die großen Blöcke werden erst ab 2027 fällig, was perfekt mit dem Beginn des neuen CfD-Vertrags korreliert.
5.3 Liquidität
Zum Ende des ersten Halbjahres 2025 verfügte Drax über eine Gesamtliquidität (Barmittel + ungenutzte Kreditlinien) von £726 Mio..25 Die Revolving Credit Facility (RCF) über £450 Mio. ist ungezogen und wurde bis 2028 verlängert, mit einer Option auf Verlängerung bis 2029.25
6. Wachstumsperspektiven (Growth)
Das Wachstum von Drax wird künftig weniger durch Volumenwachstum in der Stromerzeugung, sondern durch technologische Upgrades (BECCS) und geografische Expansion getrieben.
6.1 UK BECCS: Der nationale Champion
Drax plant die Nachrüstung von zwei Biomasse-Blöcken mit Carbon Capture and Storage (CCS) Technologie.
- Ziel: Entfernung von 8 Mt CO2 pro Jahr bis 2030.26
- Voraussetzung: Klarheit über die Transport- und Speicherinfrastruktur (T&S) in der Humber-Region (Viking CCS/East Coast Cluster).
- Status: Der CfD-Vertrag bis 2031 dient als "Brücke". Die finale Investitionsentscheidung (FID) für das volle BECCS-Projekt wird erwartet, sobald die Regierung den T&S-Prozess finalisiert hat.
6.2 Global BECCS & Elimini: Der US-Fokus
Die Gründung von Elimini signalisiert den strategischen Fokus auf die USA, getrieben durch die attraktiven Steuergutschriften des Inflation Reduction Act (IRA) (45Q Tax Credits).
- Pipeline: Drax evaluiert über 10 Standorte in den USA.
- Konkrete Projekte: Zwei Standorte im US-Süden wurden priorisiert, mit einem Ziel von 6 Mt CO2-Entfernung bis 2030.27
- Pilot: Ein kleineres Projekt zur CO2-Abscheidung an einer Pelletanlage (Kapazität 100kt/Jahr, Capex $150 Mio.) zielt auf eine FID im Zeitraum 2025/2026 ab.27
6.3 Cruachan II: Netzspeicher
Die Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks Cruachan um 600 MW ist genehmigt.26 Dieses Projekt würde die Kapazität des Standorts mehr als verdoppeln. Die Realisierung hängt von einem geeigneten Investitionsrahmen ("Cap and Floor") ab, den die Regierung derzeit konsultiert. Angesichts des steigenden Bedarfs an Langzeitspeichern ist dies eine hochwahrscheinliche Wachstumsoption für die späten 2020er Jahre.
7. Wettbewerbsvorteile (Competitive Advantages)
Drax verfügt über einen "Economic Moat", der auf physischen Assets und integrierten Prozessen beruht.
7.1 Vertikale Integration
Drax kontrolliert die Wertschöpfungskette vom Wald bis zum Netz. Im Gegensatz zu Wettbewerbern, die Brennstoff auf dem Spotmarkt kaufen müssen, produziert Drax seine eigenen Pellets. Dies ermöglicht eine Margenoptimierung: Wenn die Pelletpreise hoch sind, verdient das Produktionssegment; wenn die Strompreise hoch sind, das Erzeugungssegment. Diese natürliche Absicherung ist in der Branche einzigartig.
7.2 Logistischer Burggraben
Die Logistikinfrastruktur umfasst spezialisierte Hafenanlagen (Immingham, Hull, Baton Rouge, Longview) und eine eigene Flotte von Schienenwaggons. Der Aufbau einer solchen Kette würde Jahre dauern und Milliarden kosten, was neue Marktteilnehmer effektiv abschreckt.
7.3 Technische Expertise
Die Umrüstung von Kohle auf Biomasse in der Skala von 2,6 GW ist eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Drax verfügt über proprietäres Wissen im Umgang mit Biomasse-Staub, Lagerung und Verbrennungseffizienz. Dieses Wissen exportiert Elimini nun als Dienstleistung oder Partnerschaftsmodell in die USA.
8. Branchenanalyse (Industry)
Drax operiert im Spannungsfeld zwischen Energieversorgungssicherheit und Klimazielen.
8.1 UK Strommarkt und "Clean Power 2030"
Die neue Labour-Regierung hat das Ziel "Clean Power 2030" ausgerufen. Der massive Ausbau von Offshore-Wind führt zu einem Paradoxon: Je mehr Windkapazität installiert wird, desto instabiler wird das Netz.
- Bedarf: Der Netzbetreiber NESO prognostiziert eine Verdopplung des Flexibilitätsbedarfs.
- Rolle von Drax: Als größter Anbieter von steuerbarer erneuerbarer Energie ist Drax der natürliche Partner, um die Lücken der Windkraft zu füllen.
8.2 Der globale Markt für Carbon Removals (CDR)
Der Markt für negative Emissionen steht vor einem exponentiellen Wachstum. Unternehmen wie Microsoft, Amazon und Fluggesellschaften suchen nach hochwertigen, dauerhaften CO2-Entfernungslösungen, um ihre Net-Zero-Ziele zu erreichen. Drax positioniert sich hier als Großanbieter. Absichtserklärungen (MoUs) mit Respira über den Verkauf von 2 Mt CDRs zeigen, dass ein Marktpreis von bis zu $300/Tonne möglich ist.27
9. Unit Economics (Wirtschaftlichkeit)
Die Unit Economics verdeutlichen die Profitabilität des Geschäftsmodells auf granularer Ebene.
9.1 Pellet Produktion
- EBITDA pro Tonne: £36/Tonne (2024) vs. £23/Tonne (2023).22
- Trend: Der starke Anstieg um fast 60% zeigt, dass Drax die Fixkostendegression nutzt und bessere Preise am Markt durchsetzt. Bei einem Zielvolumen von 8 Mt würde allein dieses Segment bei konstanten Margen fast £300 Mio. EBITDA generieren.
9.2 Stromerzeugung (Generation)
Die Marge im Erzeugungsgeschäft lässt sich aus den CfD-Parametern ableiten:
- Erlös: ~£157/MWh (CfD Strike Price 2024 real).7
- Kosten: ~£100-110/MWh (Brennstoff + CO2-Transport + O&M).
- Spread: ~£40-50/MWh.Bei 6 TWh gesicherter Erzeugung entspricht dies einem Basis-Deckungsbeitrag von £240-300 Mio., bevor Gewinne aus Merchant-Power (>6 TWh) oder Systemdienstleistungen hinzukommen.
10. Kapitalallokation (Capital Allocation)
Drax hat eine klare Hierarchie für die Verwendung von Kapital etabliert:
- Erhaltung der Investment-Grade-Ratings: Priorität hat die Bilanzstärke.
- Investitionen in das Kerngeschäft: Sicherstellung der operativen Exzellenz.
- Nachhaltige und wachsende Dividende:
- Die Dividende für 2024 wurde um 12,6% auf 26,0 Pence angehoben.23
- Für 2025 wird ein weiterer Anstieg auf 29,0 Pence erwartet.25
- Rückführung von Überschusskapital:
- Ein £300 Mio. Aktienrückkaufprogramm wurde im Oktober 2025 abgeschlossen.
- Ein neues Programm über £450 Mio. wurde gestartet.18
- Bis Dezember 2025 wurden insgesamt ca. 33 Millionen Aktien zurückgekauft.18
Diese massive Rückführung von Kapital (Buybacks + Dividende) bei gleichzeitigem Schuldenabbau ist ein starkes Signal der Zuversicht in die langfristigen Cashflows.
11. Risikobewertung (Risks)
11.1 Regulatorisches und Politisches Risiko
Das Geschäftsmodell bleibt subventionsabhängig.
- Mitigation: Der bis 2031 unterzeichnete CfD-Vertrag bietet vertragliche Sicherheit. Im Vereinigten Königreich werden solche Verträge traditionell respektiert (Grandfathering), was das politische Risiko minimiert.
- Nachhaltigkeit: Das Risiko, dass Biomasse ihren Status als "erneuerbar" verliert, ist das größte Tail-Risk. Die Ofgem-Untersuchung hat dieses Risiko kurzfristig entschärft, aber NGOs werden weiterhin Druck ausüben.
11.2 Operative Risiken
- Ausfälle: Ein ungeplanter Ausfall einer Turbine in einer Hochpreisphase (Winter) kann Millionen kosten.
- Lieferkette: Waldbrände in Kanada oder Hafenstreiks in den USA können die Brennstoffversorgung gefährden. Die Lagerhaltung in UK (Dome) dient als Puffer.
11.3 Marktpreisrisiko
Nach 2031 (Ende CfD) ist Drax den Marktpreisen ausgesetzt, sofern kein BECCS-Mechanismus greift. Die Hedging-Strategie mindert dieses Risiko rollierend über 2-3 Jahre.
12. Bewertung (Valuation)
Drax wird im Vergleich zu seinen internationalen Peers mit einem signifikanten Abschlag gehandelt, aufgrund der Ortsgebundenheit fokussiere mich allerdings auf den britischen Markt.
12.1 Peer Group Vergleich
Vergleich mit Centrica (CNA.L) und SSE (SSE.L):
Analyse:
- SSE wird als reiner Erneuerbaren-Player und Netzbetreiber mit einem Premium (12x) bewertet.
- Centrica handelt sehr günstig (<2x), leidet aber unter extremer Volatilität im Endkundengeschäft und fehlender langfristiger Asset-Basis im Vergleich zu Drax.
- Drax liegt mit 4,4x dazwischen. Der Markt preist das Ende der Subventionen (2027) noch immer als Risiko ein, ignoriert aber den neuen Vertrag bis 2031. Ein Re-Rating in Richtung 6-7x EV/EBITDA wäre bei fortschreitender BECCS-Klarheit gerechtfertigt.
12.2 Analysten-Konsensus & Kursziele
- Aktienkurs: ~890p (Stand Jan 2026).31
- Konsensus: 9 Analysten raten mehrheitlich zum "Kauf". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei ca. 918p, mit Spitzenwerten bis 1.120p.32
- EPS: Das erwartete EPS für 2025 liegt bei 121,1 Pence.3 Dies impliziert ein KGV (P/E Ratio) von nur 7,3x, was für ein Unternehmen mit gesicherten Einnahmen extrem günstig ist.
12.3 Free Cash Flow Yield
Das Management prognostiziert einen kumulierten Free Cash Flow von £3 Milliarden für den Zeitraum 2025-2031.34 Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von ca. £3 Mrd. entspricht dies einer durchschnittlichen FCF-Rendite von ~14% pro Jahr. Dies ist der stärkste Valuation-Support: Drax könnte sich theoretisch in 7 Jahren selbst privatisieren.
13. Katalysatoren (Catalysts)
Die folgenden Ereignisse könnten in den nächsten 12-24 Monaten zu einer Neubewertung der Aktie führen:
- Finale BECCS-Entscheidung (FID) UK: Eine positive Entscheidung der Regierung zur T&S-Infrastruktur würde den Weg für das £2 Mrd. Projekt in Selby freimachen und die Lebensdauer der Anlage bis 2040+ verlängern.
- US FID: Eine Investitionsentscheidung für das erste US-BECCS-Projekt (erwartet 2026) würde die Wachstumsstory validieren.
- Saf-Deal Finalisierung: Die Umwandlung des Heads of Terms mit Pathway Energy in einen festen Vertrag würde das Pellet-Geschäft aufwerten.
- Ende der EGL (März 2028): Das Auslaufen der Übergewinnsteuer wird den Free Cash Flow über Nacht steigern.
- Index-Inklusion: Durch die steigende Marktkapitalisierung und ESG-Klarheit könnte Drax wieder in den FTSE 100 aufsteigen (sofern die Marktkapitalisierung weiter wächst), was passiven Kaufdruck durch ETFs auslösen würde.
Fazit
Die Drax Group ist eine der am meisten missverstandenen Aktien im europäischen Energiesektor. Während der Markt Risiken sieht, die durch den neuen CfD-Vertrag weitgehend eliminiert wurden, liefert das Unternehmen Rekord-Cashflows, baut Schulden ab und kauft aggressiv eigene Aktien zurück. Mit einer Bewertung von unter 5x EV/EBITDA und einer FCF-Rendite von 14% bietet Drax eine hohe Sicherheitsmarge ("Margin of Safety"). Die Transformation zum globalen Führer für Carbon Removals bietet darüber hinaus eine kostenlose Call-Option auf die zukünftige CO2-Ökonomie.
Referenzen
- 2024 Annual report - Drax Global, Zugriff am Januar 11, 2026, https://www.drax.com/wp-content/uploads/2025/05/Drax_AR2024_Interactive.pdf
- Financial performance - Drax Global, Zugriff am Januar 11, 2026, https://www.drax.com/investors/financial-performance/
- Consensus - Drax Global, Zugriff am Januar 11, 2026, https://www.drax.com/investors/consensus/
- 27 February 2025 DRAX GROUP PLC (Symbol: DRX) FULL YEAR RESULTS FOR THE TWELVE MONTHS ENDED 31 DECEMBER 2024 Strong operational, Zugriff am Januar 11, 2026, https://www.drax.com/wp-content/uploads/2025/02/Drax-Full-Year-Results-27-February-2025.pdf
- Annual Report - Drax Global, Zugriff am Januar 11, 2026, https://www.drax.com/investors/annual-report/
- Critical role supporting UK energy system and progress with BECCS - Drax Global, Zugriff am Januar 11, 2026, https://www.drax.com/financial-news/critical-role-supporting-uk-energy-system-and-progress-with-beccs/
- UK biomass phase-out is now in sight - Ember-energy.org, Zugriff am Januar 11, 2026, https://ember-energy.org/latest-insights/uk-biomass-phase-out-is-now-in-sight/
- Committed to the world's energy transition - Drax Global, Zugriff am Januar 11, 2026, https://www.drax.com/wp-content/uploads/2024/03/Drax_AR23_Interactive.pdf
- Drax reports 5% increase in wood pellet production for 2024 - Biomass Magazine, Zugriff am Januar 11, 2026, https://biomassmagazine.com/articles/drax-reports-5-increase-in-wood-pellet-production-for-2024
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